Woche #3 – Abschreiben und Selbstreflektion

Ich unterschätze immer noch, wie lange die SuS brauchen um Texte zu übertragen und abzuschreiben. Immer gleich einen Ausdruck einreichen? Ganz altmodisch vertraue ich immer noch darauf, dass bereits das Abschreiben ein erster Schritt der Sicherung ist. Auf der anderen Seite überschätze ich noch viele Schülerinnen und Schüler, indem ich ihnen zutraue, während des Unterrichts direkt mitzuschreiben.

Diskussionen um Noten vermeiden. Durch eine frühzeitige Arbeit mit Selbstreflektionsbögen konnte ich tatsächlich einen Großteil der Diskussionen um Noten vermeiden. Für die meisten Schülerinnen und Schüler waren die Noten so sehr nachvollziehbar.

In meiner Klasse habe ich im Französischunterricht damit angefangen, die SuS sogar zu einer täglichen Reflektion ihres Lernens zu ermuntern. Ich bin sehr gespannt über Aufwand und Ertrag.

Nochmal Abschreiben aber diesmal anders. Erstaunt über einen Schüler, der nachschreiben musste und dessen Arbeit gleich zwei Noten schlechter ausfiel. Dabei trenne ich zumindest schon die Tische… Vielleicht muss ich nochmal ein stärkeres Auge auf bestimmte Kandidaten während Klassenarbeiten werfen.

Langsam beginne ich von bereits unterrichteten Stunden zu profitieren. Allerdings ist das alles noch nicht in OneNote und daher eine ziemliche Sucherei.

 

Wimmelbuch für Erwachsene [Geschichte, Politik]

trifft es ganz gut. Auch dieses Geschenk, das mir gemacht wurde, hängt irgendwie mit einer Empfehlung aus dem Netz zusammen, deren Quelle ich nicht wiederfinde.

Ich liebe ja die Karten, die im Zeit-Magazin immer wieder auftauchen (auch die gibt es übrigens als Buch). Aber auch Infografiken haben es mir wirklich angetan. Hier kommt nun auch das Geschenk ins Spiel. Das Buch heißt “Deutschland verstehen” und bietet eine Menge tollter Grafiken, die unterschiedliche Aspekte Deutschlands erläutern. Die Abbildungen sind dabei so gut gemacht, dass sie regelrecht zum Stöbern einladen. Dabei finden sich immer wieder auch Aspekte, an die man spontan nicht gedacht hätte. Man kann es immer wieder in die  Hand nehmen und sich mal eine Grafik vornehmen – das macht echt Spaß. Das klappt irgendwie im Print auch besser als digital.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich das Buch auch mal im Geschichts- oder Politikunterricht einsetzen werde.
Mehr zum Buch auf dieser Seite.

Geht wieder los (Woche 1 und 2) – Füller, Tinte, Korrekturen

Puh, Schule geht schon am 4.1. wieder los. Ganz schön knapp dachte ich schon die ganze Zeit. Vor allem da die Noten schon am 5. eingetragen werden mussten. Das hieß korrigieren, korrigieren und korrigieren. Bei abwechselnd kranken Kindern nicht wirklich entspannt.
Klappte irgendwie, war aber auch anstrengend. Einmal Oberstufe schleppte ich noch so durch die Woche.

Richtig gut ging das Mitteilen der Noten an die Schülerinnen und Schüler. Zum Quartal hatte ich schon mit Selbsteinschätzungsbögen gearbeitet. Das hat die Akzeptanz und auch die Treffsicherheit der Noten bestimmt erhöht.

Anzahl Füller schon auf zwei gestiegen. Einen zum Korrigieren mit roter Tinte gefüllt. Einer zum Schreiben, für Klassenbuch etc. gefüllt mit schwarzer Tinte. Es gibt aber sooo viele tolle Farben. Vielleicht sollte ich tintenprobe.de mal ausprobieren… Allein wegen der vielen Rottöne und auch schwarz-grüne Tinten gefallen mir.

Viel ruhige Musik zum Korrigieren gehört. Brad Mehldau. Keith Jarret.

Nächste Woche geht schon gut los, die Große ist krank…

Familienblog an der Wand

Ich weiß gar nicht genau wann und von wem. Irgendwann spülte meine Timeline bei twitter mir diesen Tweet heran:

Ich hielt es für eine schöne Idee und bestellte es einmal für die Familie.

Ein winzig kleines Feld für tägliche Einträge dazu, was wichtig war. Klein genug um keine Angst vor dem leeren Blatt zu entwickeln, groß genug um zumindest Stichworte unterbringen zu können. Letztlich hat man das gesamte Jahr im Blick. Insgesamt also wie ein kleines Familienblog 😉

Seit dem 1.1. hängt es nun, noch recht provisorisch. Für die Große gleich mal zweckentfremdet und die wichtigsten Geburtstage vorab eingetragen. Ich bin sehr gespannt, wie es damit weitergeht.

2015-#9 – Theater – Schokolade – Alltag.

Grundschule. Den Kurs kennen gelernt. Manche machen ihn zum vierten Mal. Manche zum ersten Mal. Hm. Sinnvoll?

Laufen. 3x 10 Minuten geschafft. Finde ich schonmal ganz gut. Nächste Woche dann die 30 Minuten. Der Kurs hat sich ausgezahlt. Sowohl in Hinblick auf die regelmäßigen Termine, als auch in Bezug auf Beratung. Jetzt weiter dran bleiben.

Beratung zur Auswahl einer PKV bei der Verbraucherzentrale nochmal zusätzlich zu den Angeboten des Versicherungsmenschen. Man bleibt ja doch einige Jahre gebunden, da will die Wahl gut überlegt sein.

Ich komme immer mehr im Schulalltag an. Auch dadurch, dass ich nun mehr Lerngruppen habe. Mehr Schülerinnen und Schüler kenne, Geschwisterkinder usw.

Spontane Idee für ein lustiges Experiment. Schätzen der erreichten Punktzahl in der Klassenarbeit. Wer am dichtesten dran ist gewinnt Schokolade. Teilnahme freiwillig. Die Schüler fanden es lustig, mal sehen, wie die Ergebnisse aussehen.

Trotz einiger Hindernisse doch ins Theater. Tschechow. Wanja. Kritiken insgesamt eher durchwachsen. Überblick bei nachtkritik. Waren doch zwei gute Stunden Theater für mich.

Ferienreife erreicht. Vier dicke Packen mit Arbeiten dabei.

2015-#8 Schlaflos durch die Woche

Wenig Schlaf diese Woche. Bei gleichbleibender Arbeit. Viel Zeit investiert in das Erstellen von Klassenarbeiten. Elternzeit eingereicht. Der Amtsarzt will mich in den Ferien sehen – da bin ich aber weg. Immer noch am Recherchieren, was die Krankenversicherung angeht. Computerkauf schiebe ich weiter vor mir her.

Diskussionen über Unterricht mit ein paar Schülern. Nicht so lange an den Texten aufhalten. Mehr Steuerung gewünscht. Im Anschluss erstmal drüber gestolpert, dass elementare Teile des Textes nicht verstanden worden sind. Und nun?!? An gründlicher Textarbeit auch in Gruppen führt also wenig vorbei.

 

 

2015-#7 – LEGs – Grundschule

Eine Woche, in der vor allem die logistische Herausforderung mit krankem Kind und Unterricht bzw. Lernentwicklungsgesprächen im Vordergrund stand. Irgendwie geschafft, aber davon auch geschafft worden.

Die LEGs waren größtenteils sehr konstruktive Gespräche mit Eltern und Schülern. Die Schüler mussten erstmal auftauen, aber dann war es eine sehr gute Gelegenheit mit allen Seiten ins Gespräch zu kommen.

Ich gebe ja in diesem Schuljahr einen Kurs an einer naheliegenden Grundschule und war in dieser Woche zum ersten Mal dort und einigermaßen erschrocken über die Zustände dort.

Mal sehen, wie sich dieser Kurs entwickelt.

In den meisten Klassen/Kursen steuert es gerade auf die erste Klassenarbeit zu. Konzipiert sind sie zu einem großen Teil.

 

2015-#6 – Erste Arbeitswoche – Aufbruch!

Die erste Woche nach dem Referendariat. Die erste Woche mit Stelle. Zwei neue Kurse. Den Rest habe ich behalten. Einstieg in das BEP (Berufseingangsphase) – noch unklar, was ich davon halte bzw. wie sinnvoll das für mich sein wird.

Was ich am Lehrerberuf immer wieder verdrängt habe waren die Aufsichten. Schüler zurechtweisen, wegschicken… Aber auch auf dem Flur, vor den Gebäuden mit Schülern ins Gespräch zu kommen.

Ich muss es schaffen den Unterricht weiter vorzuplanen. Jetzt wo ich die Lerngruppen kenne wird es besser gehen.

Lange nicht mehr so “kleine” unterrichtet (6. und 7.) nächste Woche kommt dann noch ein Schnupperkurs an einer Grundschule hinzu. Eigentlich gar nicht so meine Kundschaft. Mal sehen. Zumindest disziplinarisch muss hier doch mehr vorgeplant werden.

Zum Einstieg und Dank für die Unterstützung im Referendariat das wöchentliche Kollegiumsfrühstück übernommen. Lustige und überraschte Reaktionen von vielen Seiten: “Ach so, Du warst noch im Ref?”; “Darf ich Ihnen eine Schulführung anbieten?”…

Papiere zusammenstellen für die Einstufung. Ein paar Vorerfahrungen habe ich ja schon, Mal sehen, was dabei herauskommt. Ich rechne mit ein bis zwei Stufen.

Trotz kaputtem Knie zum Laufkurs gegangen. Tapen lassen. Super!

Die nächste Woche steht an, Kind ist krank. Lernentwicklungsgespräche stehen an. Es wird eine organisatorische Herausforderung.

Wahnsinnsereignisse im Privaten! Zum zweiten Mal Onkel. Diesmal sehr früh. Alles Gute Baby M.

Sonntagsspaziergang mit Sonne. Krokusse und Schneeglöckchen gesichtet. Vorfreude auf den Frühling.

2015-#5 – Vertrag – Ende – Sonne

Meine letzte Woche als Referendar. Unspektakulär. Wegen der letzten Tage vor den Zeugnissen auch kaum richtiger Unterricht, sondern diverse Schulveranstaltungen.

Am Donnerstag den Sonderarbeitsvertrag unterschrieben.

Nochmal ein paar Materialien zu Referendariatskonditionen bestellt.

Vorbereitungen getroffen für den Start ab nächster Woche. Arbeiten eingetragen. Eine grobe Planung für das zweite Halbjahr erstellt. Grob die Inhalte der Klassenarbeiten festgelegt.

Außerdem Koordination meiner Lernentwicklungsgespräche. Termine mit den Eltern gedoodelt usw.

Freitag frei wegen der Zeugnisse.

Das Wochenende, bzw. den Samstag genutzt um mit der Familie mal wieder raus zu kommen. Das geht in Hamburg bei solch einem guten Wetter ja wunderbar. Kleine Bootstour auf der Elbe mit ÖPNV, anschließend Spazierengehen. Perfekt!

Schiffe

Schiffe

Frühlingsboten

Frühlingsboten

Wintersonne an der Elbe.

Wintersonne an der Elbe.

TV/Film: Einen ollen Tatort hervorgeholt. Borowski und der Himmel über Kiel. Lohnt sich.

Buch: Weiterhin: Au revoir la haut. Bin noch nicht ganz drin.

(Ge)Lesen: Die Frauen, die er kannte von Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt.

Gespannt das Buch aufgeklappt, denn erstens war das erste Buch sehr spannend und gut und zweitens die Kritk bei krimi-couch sehr gespalten.

Ein guter Einstieg in diesen zweiten Teil der Bergmann-Reihe. Spannung wird langsam aufgebaut und die Hintergrundgeschichten aus dem ersten Band weitergesponnen. Bergmann ist weiter unbeliebt. Die sich ankündigenden Morde sind fies.

Einige Personen gewinnen an Plastizität und treten deutlicher hervor.  Immer mehr nervt mich die Person des dümmlich naiven Haraldson. Mehr als die anderen Personen. Aber letztlich ist es “nur” ein Krimi.

Später lässt es immer mehr nach. Viele Dinge der Kritiken stimmen. Es bleibt vorhersehbar und die Person des Haraldson nervt immer mehr, je wichtiger er für die Handlung wird. Bis ich einen dritten Band anfasse wird sicher einige Zeit vergehen.

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